Abt. 324
Identifier
LASH, Abt. 324
Fonds Series
Identification (short)
Title
Title
Katasterämter
Life span
Life span
1874-2007
Fonds data
History of creator
History of creator
Nach Einverleibung Schleswig-Holsteins in den preußischen Staat wurde die preußische Grund- und Gebäudesteuergesetzgebung auf die neue Provinz ausgedehnt. Am 1. Januar 1876 nahmen 22 Katasterämter als preußische Behörden ihre Arbeit auf. Später kam das Katasteramt Ratzeburg für den neu geschaffenen Kreis Herzogtum Lauenburg hinzu. Nach der Abstimmung von 1920 und Abtretung Nordschleswigs an Dänemark wurden die dortigen Katasterämter als "Amtslandinspektørkontor" zunächst weitergeführt. Soweit die neue Grenze Gemeinden und damit auch einzelne Kartenblätter durchschnitt, wurden von den betroffenen Katasterbüchern und -karten Abschriften gefertigt und ausgetauscht. Zwischenzeitlich waren mehrere neue Katasterämter, wie beispielsweise Hohenwestedt und Kappeln, hinzugekommen. Diese wurden jedoch später wieder aufgelöst, bis auf das Katasteramt Niebüll, welches für den neu gebildeten Kreis Südtondern anstelle des Katasteramtes Leck zuständig war.
Mit dem Gesetz über die Neuordnung des Vermessungswesens von 1934 wurde das Liegenschaftskataster Reichsangelegenheit. Die Katasterämter unterstanden zunächst aber weiterhin dem preußischen Finanzminister. Erst 1944 wurden sie der Hauptvermessungsabteilung VI in Hamburg unterstellt. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 gingen die Katasterämter Altona und Wandsbek auf das Land Hamburg über; für den Kreis Stormarn wurde ein Katasteramt in Bad Oldesloe errichtet. In diesem Zusammenhang gingen das Land Lübeck als Stadtkreis Lübeck und der oldenburgische Landesteil Lübeck als Landkreis Eutin mit den jeweiligen Katasterämtern auf die preußische Provinz Schleswig-Holstein über. Der Landkreis Eiderstedt verlor gleichzeitig sein Katasteramt Tönning.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Katasterwesen Ländersache, und die schleswig-holsteinischen Katasterämter unterstanden fortan unterschiedlichen Abteilungen des Innenministeriums. Im Zuge der Kreisgebietsreform wurden die Katasterämter Eckernförde und Heide Ende 1974 aufgelöst. Es folgten 1999 Eutin, mit Oldenburg unter dem neuen Namen Katasteramt Ostholstein verschmolzen, und Niebüll, mit Husum im Katasteramt Nordfriesland aufgegangen, und 2003 Schleswig, mit Flensburg zum Katasteramt Flensburg/Schleswig verschmolzen. Als Auswirkung der angestrebten Verwaltungsstruktur- und Funktionalreform wurden 2005 die Katasterämter Bad Oldesloe, Ratzeburg, Rendsburg und Neumünster aufgelöst sowie Itzehoe und Pinneberg zum neuen Katasteramt Elmshorn verschmolzen.
Custodial history
Custodial history
Die im Landesarchiv überlieferten Aktenbestände der einzelnen Katasterämter haben sehr unterschiedlichen Umfang. Während preußische Gebäudesteuerrollen und Grundsteuermutterrollen vielfach abgeliefert wurden, sind Karten und sonstige Akten in der Regel nur nach einer Neuvermessung von Gemeinden mit Flurbereinigung abgegeben worden.
See
Corresponding archival items
Corresponding archival items
Die Gebäudesteuerveranlagung 1867 (teilweise auch für Nordschleswig) und die Originalflurbücher und Originalmutterrollen von 1876 befinden sich in Abt. 309.
Eider-, Nord-Ostsee-Kanal- und Schleusenkarten der Katasterverwaltung befinden sich – zusammen mit wenigen andersgearteten Stücken – in Abt. 402 A 14 (siehe Bestandsgruppe "Karten und Bilder").
Information / Notes
Additional information
Additional information
Der Zusatz ".K" hinter der Signatur (z.B. LASH Abt. 324.24 Nr. 1210.K) signalisiert in der Bestandsserie LASH Abt. 324.1-25 Katasterämter, dass es sich beim jeweiligen Archivale um Kartenmaterial handelt. Bei Akten fehlt dieser Zusatz (z.B. LASH Abt. 324.24 Nr. 1209). Ausnahmen sind in beiden Fällen momentan noch vorhanden.
Stand 15.07.2025