Abt. 316

Vollständige Signatur

LASH, Abt. 316

Bestand


Identifikation (kurz)


Titel Titel
Seeämter
Laufzeit Laufzeit
1875-1986

Bestandsdaten


Geschichte des Bestandsbildners Geschichte des Bestandsbildners
Die Seeämter des Deutschen Reiches wurden durch Gesetz vom 27. Juli 1877 eingerichtet. In der preußischen Provinz Schleswig-Holstein gab es zunächst Seeämter in Flensburg, Lübeck und Tönning. Sie hatten die Aufgabe, Seeunfälle zu untersuchen, bei denen Schiffe unter deutscher Flagge oder in deutschen Hoheitsgewässern betroffen waren. In einem gerichtsähnlichen Verfahren mit einer mündlichen Verhandlung wurden neben der Unfallursache auch die Verhaltensweisen der Beteiligten überprüft. Darüber hinaus erfüllten die Seeamtssprüche gutachterliche Funktionen. Schuldfeststellungen hatten keine unmittelbaren Auswirkungen für die Beteiligten, wurden aber in eventuell folgenden Zivil- oder Strafprozessen herangezogen. Widerspruchsinstanz war das Reichs- bzw. seit 1950 das Bundesoberseeamt mit Sitz in Hamburg. Das Gesetz zur Einrichtung der Seeämter galt – nach seiner Novellierung im Jahre 1935 – bis zum 30. September 1986 fort, als das Seeamtswesen neu organisiert wurde.

Siehe


Korrespondierende Archivalien Korrespondierende Archivalien
Zugehörige Karten befinden sich in Abt. 402 A 162 (siehe Bestandsgruppe "Karten und Bilder").

Weitere Angaben (Bestand)


Umfang in lfd. M. Umfang in lfd. M.
105

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 316 Nr. 1